Auffälle

SR

~ Zu Ehren von Nelson Mandela ~ (1918 – 2013)

Nelson_Mandela-2008_(edit)

Nelson Mandela 2008.
Johannesburg, 13. Mai 2008
Von: „South Africa The Good News“
(www.sagoodnews.co.za)
Creative Commons Attribution 2.0 Generic license
Via Wikimedia Commons

Nelson Mandela ist am 5. Dezember 2013 95jährig gestorben. Ich mag ihn in einer tiefen Weise persönlich, und aus politischer Sicht, denn er hat mit seinem Handeln und seiner persönlichen Art gezeigt:

Es stimmt nicht, dass die Politik – auch auf höchster Ebene, auch bei existenziellsten, schwierigsten Themen -, aus lauter Egoismen, Taktiken, pragmatischer Berechnung, Tricks und (mindestens halber) Verfälschung von Wahrheit, also aus einer Art rücksichtslosen „Kampfs um das Dasein“ besteht – und angeblich bestehen müsse – eine Sichtweise, die viele Journalisten und auch Politologen (z.B.) auf die Erklärung von Verhalten (gehe es nun um internationale Probleme, Konflikte, oder Innenpolitik/Parteien) anwenden, und es damit vielleicht noch in dieser Richtung verstärken. Das vermeintlich „Tiefblickende“ solcher Haltungen und Beobachtungs- und Bewertungsansätze ist in Wahrheit eine auf eigene Weise naive Sicht.

So ist es eben nicht – nicht generell – und so muss es auch nicht sein – nicht generell -, wie man an Mandelas tiefem Beispiel persönlicher Integrität und hoher Werte seines Handelns, auch in der praktischen Politik, sehen kann.

Hier liegt auch der zentrale Unterschied zwischen einem die Menschenrechte teils nur verbal vertretenden bzw. diese auf die eigenen Bürger verengenden (was ihrem Wesen widerspricht) Akteur wie US-Präsident Obama – und einem, der unter ungleich größerer Gefahr für Leib und Leben das durchgefochten hat, was den Menschenrechten wirklich in ungeheurem Ausmaß gedient hat. Es ist der Unterschied zwischen Public Relations, Star-System und Show, dem selbst Obama – neben guter Politik und dem Versuch, solche durchzubringen – bis zu einem gewissen Grad zuzurechnen ist leider. Und zwischen Authentizität von Menschlichkeit, auch in der Politik, auch, wenn man dann an der Macht ist.

Nelson Mandela muss uns immer präsent bleiben. Er weist durch sich selbst hin auf: das Gegenteil von pseudo-pragmatisch berechnend-egozentrischen Politikern, vom würdelosen, oft pauschalen „Bashing“ derselben (wie es zunehmend Mode geworden ist); auf das Gegenteil von Politikverdrossenheit, Politikabkehr und Politikfaulheit, von der Beschränkung politischen Engagements auf ein paar Klicks bei zugleich lauten digitalen Kommentaren, die öfters bereits als „Partizipation“ durchgehen sollen. Er weist hin auf das Stehen zu eigenen Werten, weil es das Richtige ist; und dass dies noch in der „dreckigsten Politik“ (wie im Apartheid-Regimes Südafrikas früher) riesigen, endlos viele Menschen befreienden und Frieden herstellenden Erfolg haben kann!

Sandor Ragaly

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 6. Dezember 2013 von in Aktuell / News, Geschichte, Krieg Frieden, Politik und getaggt mit , , , , .
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