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Veröffentlichungen via ‚Autocomplete‘ sind Handlungen, die Google vornimmt

Ich glaube, mit Verlaub, ich spinne! Google und die bisherigen Rechtsprecher sind ja wohl jenseits jeder vernünftigen Einschätzung dessen, was Publikation von Namen und Inhalten betrifft, bloß, weil es hier um Digitales geht!

Veröffentlichungen via ‚Autocomplete‘ sind Handlungen, die Google vornimmt – und für die es allein die Verantwortung trägt. Niemand zwingt Google, solche Veröffentlichungs-Entscheidungen zu treffen.

Wenn eine Zeitung, eine Presseagentur, irgendeine Institution, auch eine Website (in diesem Fall eine Suchmaschine) Namen in Verbindung mit problematischen Begriffen verknüpft PUBLIZIERT, d.h. millionenfach verbreitet, dann spielt es für meine Sicht *überhaupt* keine Rolle, ob dieser Akteur zu den von ihm publizierten Informationen über Algorithmen („objektiv“ oder nicht) kommt, über Würfeln, über Recherche, über Publikumsbefragungen, Erfindung oder Scrabble-Spielen!! Fakt ist: Die Informationen, die er veröffentlicht, bereitstellt, gleich wie sie entstanden sind, für dieses Bereitstellen hat dieser Akteur 100prozentig geradezustehen! Punktum.

Foto: CIMMYT International Maize and Wheat Improvement Center: German President visits CIMMYT (2011) (Ausschnitt). Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

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4 Kommentare zu “Veröffentlichungen via ‚Autocomplete‘ sind Handlungen, die Google vornimmt

  1. Steve Pizzuti
    10. Mai 2013

    Howdy! I could have sworn I’ve been to this website before but after checking through some of the post I realized it’s new to
    me. Anyhow, I’m definitely glad I found it and I’ll be bookmarking and checking back frequently!

    • Sandor Ragaly
      10. Mai 2013

      Thank you very much! You are very welcome to come, comment; and it is nice that you got here though my blog is in German, mostly!

  2. tyelko
    10. September 2012

    Was bitte sind „problematische Begriffe“? Der Begriff „Prostitutierte“ ist isoliert kaum bedenklich, denn es ist legitim, nach eben solchen zu suchen.

    Die einzige Information, die Google bereitstellt, ist, dass viele Leute nach einer bestimmten Begriffskombination suchen – es werden mithin lediglich über Google-Nutzer, nicht aber über Frau Wulff Tatsachenbehauptungen erhoben.

    • Sandor Ragaly
      30. September 2012

      Das ist zunächst gut beobachtet: Isoliert stellen der Begriff „Prostituierte“ oder die Suche danach, die Statistik der Suchenden, auf der Googles Suchhilfe beruh ein Problem dar. Das Problem ist, und so ist es ja häufig überhaupt bei der zunehmenden Nutzung/Verknüpfung von Daten im Zug der Vernetzungs-Entwicklung, dass das Zusammenspiel solcher Aspekte, dazu noch das Hinwein-Weben von Frau Wulff als Prominenter und vor dem ebenfalls einzubeziehenden Kontext der klass. Medien und der Politik (Gerüchte-Thematisierung) die Veröffentlichung dieses „Gemischs“, die von Google vorgenommen wird mit lauteren Absichten, dennoch in der *Wirkung* (die oft nicht der Absicht entspricht) Schaden anrichten kann: etwa durch die Verstärkung von Verleumdungen u.ä., die von Urhebern gezielt gestreut wurden. Daher bin ich für den einfachen Standpunkt: Google ist der Handelnde bei der Veröffentlichung solcher Gerüchte, gleich, worauf die Daten basieren und wie lauter die Absichten sind, und daher muss Google auch die Folgen bedenken – eben nicht die Dinge, wie Sie es tun, nur isoliert, vereinzelt betrachten und ohne die Wirkungsebene zu bedenken. Das führt übrigens, wenn man will, weiter in die Debatte um die Verantwortung etwa der Wissenschaft für ihre – u.U. militärisch nutzbaren, grausamen – Produkte (=Folgen). Sehr interessant ist dabei Kipphardts dokumentarisches Drama „In der Sache J. Robert Oppenheimer“ (der „Vater der Atombombe“, der später starke Skrupel entwickelte).

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 9. September 2012 von in Aktuell / News, Medien / Komm, Randbemerkung.
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