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Sonder-Nachrichten — Bayern unter Bundesrecht gestellt — Legaler Handstreich der Regierung? —

Die Schutzgöttin „Bavaria“, wie man es von den bayrischen Provinzgottheiten kennt: sich selbst den Lorbeer übers Haupt haltend. Foto: Abhijeet Rane (2008), Flickr. Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de

SRPA – Sensationeller Handstreich in Bayern: Land vollständig unter Bundesrecht gestellt. Angeblich legaler Coup der Bundesregierung

Wegen „Gefahr im Verzug“, so heißt es im Bundespresseamt, findet seit etwa anderthalb Stunden ein in der Geschichte der Bundesrepublik einzigartiger Vorgang statt, bei dem die staatliche Gewalt im Land Bayern von einem massiven Aufgebot an Einheiten der Bundespolizei sowie Bundesbehörden diverser Ressorts übernommen wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte den „Coup“ in einem ersten Interview als legale Not-Maßnahme: „Die Gefahr ‚vollendeten Hochverrats‘ sowie mutmaßlich grassierenden Rinderwahnsinns in der bayerischen Elite“ mache eine bundes-unmittelbare Verwaltung derzeit leider notwendig.

Was so abstrakt klingt, äußerte sich auch in prominenten Festnahmen: Dem früheren Strauß-Intimus und langjährigen Chef des CSU-Organs Bayernkurier, Wilfried Scharnagl (CSU), soll aufgrund „separatistischer Aktivitäten“, etwa im Rahmen seiner Propagandaschrift „Bayern kann es auch allein“ sowie bayerisch-chauvinistischer Sprüche in diversen Talkshows sogar Festungshaft drohen.

Neben Scharnagl wurde auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wegen seiner eigenmächtigen „Drachmen-Außenpolitik“  und der gerade zu ihm am wenigsten passenden Woody-Allen-Brille in Haft genommen und wird derzeit dem Bundesinstitut für Idiotentest-Methoden vorgeführt. Parteichef Horst Seehofer, der Scharnagls „wilder Bayerei“ mehr folgte, als selbst Impulse zu setzen,  wurde in wütender, populistischer Gemütslage am Norbert-Röttgen-Platz in Freising aufgegriffen. Er wurde bis auf Weiteres in eine stimm-dämpfende und stimmungsglättende Quarantäne genommen, „mindestens bis der Wahlkampf in Bayern vorbei ist“,  so die zuständige (und, nebenbei, sehr attraktive) Schwester Arzu schmunzelnd.

Zuvor soll Seehofer noch geäußert haben, das Ganze ginge gar nicht, er werde nie mehr mit der Kanzlerin reden bis sie als erste wieder was sage, und das „können Sie alles senden!“ Dabei, eine ganz große bittere Pille wartet erst noch auf die oft strapazierte Landesherrlichkeit: Denn laut Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist Bayern zur möglichst raschen Lösung der Euro-Krise als Sonderwährungsgebiet im Gespräch – d.h. ufgrund der „wie man ständig gesagt bekommt: glänzenden Gesamtlage Bayerns“ und der derzeitigen Bundeskontrolle biete sich dort eine „ideale Gelegenheit, um einmal in beherrschbarem Setting zu testen, wie sich die Einführung diverser alter Währungen auswirkt“. Dies schließe, so Schäuble, auch die Drachme ein.

Naja, liebe CSU-Politiker, das ist natürlich nur Satire. Reißt’s eich zam! Sonst wird’s Ernst!

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Ein Kommentar zu “Sonder-Nachrichten — Bayern unter Bundesrecht gestellt — Legaler Handstreich der Regierung? —

  1. Bayernpartei Mittelfranken
    31. August 2012

    Das Buch und die Idee ist ja nur ein Plagiat, da die CSU es der Bayern Partei abgeschrieben hat (in Teilbereichen)
    „Auf der Parteiausschusssitzung der Bayern Partei am 25. Mai 2008 wurde das derzeitige Programm für die Landtagswahl 2008 beschlossen. Wichtige Punkte sind: Unabhängigkeit Bayerns von Deutschland“

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 27. August 2012 von in Aktuell / News, Politik, Satire.
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