Auffälle

SR

Sensibilität und Glück

„Oh..“    (Quelle: Nanda93, Wikimedia Commons)

Jetzt, wo ich keine Fahrkarte habe, bin ich gleichsam zur Romantik gezwungen. Denn um z.B. richtig gut einkaufen zu können, ist es nötig geworden, zu Fuß den Weg entlang des herbstlichen Tegeler Sees zu nehmen, der gleich bei meinem Zuhause beginnt. So war es auch heut wieder der Fall, dass ich durch das schillernde Gelb-Braun des Weges, der Uferbäume spazierte, zwischen denen, zur Linken, der schöne große See immer wieder sichtbar wurde, weiß daliegend, wenngleich zur Zeit aber auch oft in grauen Wellen schwippend und schwappend, mit der schönen Rauheit der See. Es roch nach Wald, und meine Gedanken spielten selbstvergessen wie Kinder, erlaubten sich so Einiges, muss ich sagen.

– Wie groß aber war erst meine Freude, als dann der Geruch des Waldes – fast unmerklich – hinüberging in den Duft von Burgern, Bacon und Zwiebeln, als ich in die Wärme und Behaglichkeit des Mcschen Burger Barns eintauchte! Während so die befreiende Besinnlichkeit des Herbstspazierens und die sinnliche Verlockung vor Ort ihren guten Einfluss bei mir geltend machten, konnte ich nicht anders als zu schließen, und dies ist die Moral des Geschichtchens:

„Froh zu sein bedarf es wenig“. Denn genau so ist es: Froh, richtig froh zu sein, oder glücklich, oder ein leichtes, leichtes Herz zu haben, dazu bedarf es wenig.

Voraussetzung ist, dass man nicht die Teilnahmebereitschaft dem Leben gegenüber verliert; die Sensibilität gegenüber dem Kleinen, Leisen und Feinen nicht verliert, oder sie halt in Gottes Namen nachträglich noch erwirbt. Es ist nämlich ein schwerer Fehler, sich nur mit dem zu befassen, was „klassisch“ als wichtig gilt, was „nützlich“ oder „sinnvoll“ ist, oder was sich laut oder grell oder groß in die Wahrnehmung drängt. Das wäre fast, wie das Leben zu verpassen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 27. Oktober 2011 von in Wahr-Nehmungen.
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